Auf den Spuren Paul Schneiders und seiner Leidensgenossen im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald

Schüler der Abschlussklassen besuchten die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald bei Weimar. 

Vor Ort lernten sie neben der allgemeinen Geschichte des Lagers, auch vieles über die Schicksale der früheren Lagerinsassen. Dabei blieb ihnen besonders das Schicksal des Hunsrücker Pfarrers Paul Schneider in Erinnerung.  Sein Name steht wohl wie kaum ein anderer für Zivilcourage und Mut. Schon früh erkannte er die Gefahren, die mit dem Regierungsantritt der Nationalsozialisten verbunden waren. Im Gegensatz zu vielen seiner Priesterkollegen, die zum Teil den Deutschen Christen und ihrer Ideologie folgten, schloss er sich ihnen nicht an, sondern verweigerte beharrlich die Gefolgschaft. Dies brachte ihn dann bereits im Jahr 1937 ins neu errichtete Konzentrationslager Buchenwald, nahe der Stadt Goethes und Schillers. Wer nun glaubte, dass er sich dort im Angesicht von Tyrannei und Mord seinen Peinigern beugen würde, sah sich getäuscht. Selbst unter Höllenqualen im gefürchteten Bunker des Massenmörders Martin Sommer, hielt er an seinem Glauben fest. Noch kurz vor seiner Ermordung predigte er für seine auf dem Appellplatz aufgereihten Leidensgenossen.

Neben dem Arrestzellenbau, besuchte man weitere Orte, wie etwa das ehemalige Krematorium und den darunter befindlichen Folterkeller der SS, die bis heute eine Mahnung an alle sind, die Schrecken und Willkür von damals nicht zu vergessen. Den Schülern wurde durch den Besuch unmittelbar klar, was passieren kann, wenn Hass und Vorurteilen freier Lauf gelassen wird. 

Die einhellige Meinung auf der Rückfahrt war, dass man gerade in der heutigen Zeit alles dafür tun muss, dass sich ein solch dunkles Kapitel der deutschen Geschichte nicht mehr wiederholen kann.